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Wassergewöhnung und Bewegungsstimulierung im Wasser,speziell geeignet für behinderte Menschen

Das Halliwick – Konzept, das 1949 von James McMillan (Mac genannt) entwickelt wurde, wird mittlerweile weltweit praktiziert und ist in einigen Ländern bereits die offizielle Methode des Schwimmunterrichtes des nationalen (Behinderten) Sportverbandes. In der Schweiz wird sie hauptsächlich in der Reha und in Institutionen als Wasser-  oder Schwimmtherapie angewandt.  Nebst, den Behinderten das Erlebnis mit dem Wasser zu ermöglichen, war es Mac ein Anliegen vor allem auch die Selbständigkeit zu verbessern und den Sozial-Kontakt unter den Teilnehmern zu fördern (Partizipation), welches in den Halliwick Gruppen nach seiner Idee umgesetzt wird.

 

Der schweizerische Halliwick Verband organisiert seit 1985 die Halliwick - Ausbildungskurse in der Schweiz, führt den Halliwick Wettkampf durch und ist bemüht die Methode in der Therapie, dem Sport und der Freizeitgestaltung zu verbreiten. Der Verband wird von mehrheitlich französischsprechenden Vorstandsmitgliedern aus verschiedenen Kantonen der Romandie geführt. Das Sekretariat und die Koordinationsstelle für die deutschsprachige Schweiz, werden vom Verein Halliwick Schweiz durch Maria Küng geleitet.

 Das Halliwick – Konzept basiert auf einem 10 Punkte Programm. Diese sind 10 logisch aufeinander folgende sensomotorische  Fähigkeiten, die ein Mensch beherrschen muss, um selbständig und möglichst ohne Hilfsmittel schwimmen (sich im Wasser bewegen) zu können. Es ist eine Bewegungsstimulierung im Wasser, auf neurophysiologischer Grundlage und eignet sich besonders für Personen mit Problemen im Bereich der motorischen Kontrolle.

Nach der geistigen Anpassung und Loslösung, liegt der Schwerpunkt auf den dynamischen Bewegungsübergängen. In 4 Punkten lernt man die verschiedenen Rotationskontrollen, die je nach Behinderung nicht immer ganz einfach sind, aber unersetzlichen Vorteil bieten. Die Gleichgewichtsübungen in den statischen Positionen haben einen sehr wichtigen Platz in der Stabilität des Körpers, sind aber in allen 10 Punkten auch mitenthalten. Mit dem 9. und 10. Punkt wird die dynamische Fortbewegung geübt. Die 10 Punkte des Programms fliessen automatisch und spielerisch ineinander über. Dabei werden die verbliebenen Bewegungsmöglichkeiten des Behinderten gefördert und gefordert, damit sich letztendlich eine sichere Freiheit im Wasser entwickelt.

Viele Kursteilnehmer nutzen die Halliwick – Methode als Weiterbildung und kombinieren sie mit anderen wassertherapeutischen Methoden oder bauen die positiven Aspekte des Halliwick`s bei den herkömmlichen Schwimmmethoden mit ein.

 

 

 

 

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Gabriela Wiklund / Bericht Indien
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